| Der
grosse Garten des Palazzo Pitti erstreckt sich über den gleichnamigen
Hügel zwischen dem Palazzo Pitti, Forte Belvedere und der Porta
Romana.
Er ist ein typisch italienischer Garten, der Natur
und Architketur miteinander vereint. Entlang seiner Alleen befinden
sich Skulpturen, Springbrunnen und bizarre Konstruktionen. Von besonderem
Interesse ist die Grotte von Buontalenti, dem Architekten von Francesco
I Medici, dem der Titel Gartenbauingenieur verliehen wurde. Die
Grotte, welche sich am Ausgang des Corridoio Vasariano befindet,
besteht aus einer Ansammlung von Stalaktiten und Meereselementen,
die das Aussehen einer Grotte nachempfinden. In den vier Ecken der
ersten Grotte befinden sich die Repliken der Vier Sklaven von Michelangelo,
deren Originale heute in der Galleria dell'Accademia aufbewahrt
werden. In der zweiten Gruppe ist eine Marmorgruppe zu sehen, die
Paride und Elena von Vincenzo de' Rossi darstellen.
In der dritten Grotte befindet sich ein Springbrunnen von Giambologna.
Er zeigt eine von vier Satyren umgebene Venus.
Entlang der Alleen trifft man auf die Statue des Jupiter, den Bacchus-Brunnen
mit dem Zwerg Morgante, Hofnarr Cosimos I auf dem Rücken einer
Schildkröte. Es folgt der Neptunbrunnen, die Statue der allegorischen
Figur der Abbondanza, des Überfliusses, zu Ehren Johannas von
Österreich, der Gattin von Francesco I Medici, die Gruppe des
Hermes mit dem Kind Dionysos von G. B. Caccini und der Piazzale
dell'Isolotto (Platz der kleinen Insel), ein grosses elliptisch
geformtes Becken mit einer Mittelinsel, auf dem sich mythologische
und fantastische Figuren tummeln. |