| Im historischen
Stadtviertel Oltrarno liegt der Palazzo Pitti,
der seinerzeit, als er im Auftrag des ewigen Rivalen der Medici
Luca Pitti gebaut wurde, das größte und prunkvollste
Bauwerk der Stadt war. Offiziell wurde Palazzo Pitti von dem Architekten
Luca Fancelli, einem Lehrling des Brunelleschi, gebaut.
Als die Familie Pitti sich in finanziellen Schwierigkeiten
befand, verkaufte sie den Palazzo an Eleonora von Toledo, die Gattin
von Cosimo I. de’ Medici, welche das Prunkgebäude zu
ihrer Hauptresidenz wählte. 1565 wurde Giorgio Vasari damit
beauftragt, den Palazzo Pitti mit dem Palazzo
Vecchio zu verbinden. Er schuf den berühmten Corridoio
Vasariano, der durch die Kirche San Felice, über den Ponte
Vecchio und durch die Uffizien führt und die beiden Palazzi
miteinander verbindet. Im Lauf der Jahre war der Palazzo Pitti Wohnsitz
der Geschlechter Lothringen und Savoyen.
Zwischen dem 15. und dem 19. Jh. wurde mit dem
Boboli-Garten einer der schönsten italienischen Gärten
angelegt. Der Palazzo wurde mehrmals erweitert und umgebaut, bis
er schließlich seine heutige Form erhielt. Zurzeit beherbergt
er fünf verschiedene Museen. In seinem Innern befinden sich
die Palatina-Galerie mit Meisterwerken von Raffael
und Tizian, außerdem die königlichen Gemächer und
die Galerie für moderne Kunst mit einer Sammlung der schönsten
Werke der Macchiaioli.
Dazu gibt es noch einige besondere Museen wie das
Museo degli Argenti (Silbermuseum), die Galleria
del Costume (Kostümgalerie), das Museo delle
Porcellane (Porzellanmuseum) und das Museo delle Carrozze
(Kutschenmuseum).
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