| Ein weiteres historisches
Monument von Florenz ist die Loggia della Signoria,
die sich rechts des Palazzo Vecchio direkt neben den Uffizien erstreckt.
Die Loggia wurde auch Loggia dei Lanzi genannt, da hier 1527 die
Landsknechte auf dem Weg nach Rom ihr Quartier aufschlugen.
Der Bau der Loggia wurde fälschlicherweise
dem Architekten Andrea di Cione zugeschrieben, der Orcagna genannt
wurde, doch stellte sich später heraus, dass sie ein Werk dessen
Bruders Benci di Cione und des Simone Talenti war. Die Loggia diente
den öffentlichen Versammlungen der florentinischen Republik
(1376-1382) und wurde im gotischen Stil errichtet. Sie besitzt jedoch
einige typische Rundbögen, die ein klares Merkmal der folgenden
Renaissance sind. An der Fassade befinden sich vier von Agnolo Gaddi
entworfene Tafeln mit allegorischen Figuren.
Mit der Gründung des Großherzogtums
der Toskana verlor die Loggia ihre Aufgabe als Veranstaltungsort
für offizielle Zeremonien und wurde zu einem der ersten Ausstellungsorte
für Meisterwerke der Bildhauerkunst. Noch heute kann man die
beiden Löwen an den Seiten der Treppe bewundern. Einer davon
ist römischen Ursprungs, während der andere von Flaminio
Vacca geschaffen wurde.
Von Benvenuto Cellini hingegen ist der Perseus,
der im Jahr 1554 aufgestellt und nur für eine Restaurierung
im Jahr 1999 entfernt wurde, um schließlich wieder in die
Loggia zurückzukehren. Von Giambologna stammen indessen die
marmornen Meisterwerke mit dem Raub der Sabinerinnen und dem Herkules,
der mit dem Kentauren Nessos kämpft. Weitere Werke aus der
Römerzeit sind schließlich der Patrokles und der Menelaus
sowie die sechs weiblichen Statuen, die an der im Hintergrund liegenden
Wand aufgestellt sind.
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