| In diesem Dominikanerkloster,
das zwischen 1437 und 1452 auf Wunsch von Cosimo il Vecchio von
Michelozzo wiederaufgebaut wurde, gibt es hundert Gemälde und
die herrlichen Fresken von Beato Angelico zu bewundern. Unter den
Werken befindet sich ein ungefähr 1430 entstandenes Giudizio
Universale (jüngster Tag), eine Crocifissione (Kreuzigung)
und eine Annunciazione (Verkündigung), eines der grössten
Werke von Angelico.
Besonders interessant ist die 1448 von Michelozzo entworfene Bibliothek,
die wertvolle Miniaturen beherbergt. In den anderen Sälen findet
man Gemälde von Ghirlandaio, Paolo Uccello, Fra Bartolomeo,
Sogliani und anderen Künstlern.
Das Werk Michelozzos ist leider nur noch in Ansätzen erhalten,
da Michelozzos Architektur im Renaissancestil knapp 150 Jahre später
barocken Baumaßnahmen zum Opfer fiel, als sich das kulturelle
Dogma geändert hatte und man die Kirche lieber den aktuellen
Bedürfnissen angepasst wissen wollte.
Die Kapelle links neben dem Chor stammt von Giambologna, der den
Übergang von Manierismus zum Barock bereits vollzogen hatte;
auch wenn sich die Stilmittel des Barock hier weniger deutlich ausdrücken
als in anderen Teilen der Welt, da Florenz immer sehr von der Renaissance
geprägt war.
Zwischen dem zweiten und dem dritten Altar links sind die Humanisten
Angelo Poliziano und Pico della Mirandola begraben, die sich rund
um die Kirche verdient gemacht haben.
Das sicherlich älteste Kunstwerk der Kirche ist das byzantinische
Mosaik der „ Mater misericor-diae “ aus dem Oratorium
des Papstes Giovanni VII. in Rom. Dieses findet man am dritten Altar
rechts. |