Die Kirche des Dominikanerordens, die sich an der Stelle eines
Oratoriums des 10. Jahrhunderts befindet, wurde im Jahre 1246
begonnen und im Jahre 1360 fertig gestellt. Die berühmte
Fassade aus weissem und grünem Marmor im romanisch-gotischen
Stil wurde im 14. Jahrhundert begonnen und in den Jahren 1456-70
von Leon Battista Alberti im Auftrag des Kaufmanns Giovanni Rucellai
wiederaufgenommen.
Die Fassade ist ein Meisterwerk der Renaissance, in welches Alberti
Elemente der alten romanisch-florentinischen Kirchen einfliessen
liess, wovon die zweifarbige Marmorverkleidung und die Blindbögen
zeugen.
Das Innere der Kirche hat die Form eines lateinischen Kreuzes
und ist in drei Schiffe mit Pfeilern unterschiedlicher Stile unterteilt,
die Bögen und gotische Kreuzgewölbe stützen. Darin
befinden sich einige herrliche Meisterwerke wie z. B. die Trinità
del Masaccio aus dem Jahre 1427, die Fresken von Filippo Lippi
und Ghirlandaio in der Cappella Tornabuoni, ein Kruzifix von Brunelleschi,
einzige Holzskulptur des Künstlers und das Kruzifix im Bild,
ein Jugendwerk von Giotto, welches an der Wand am Eingang hängt.
Der Entwurf stammt von zwei Dominikanermönchen, Fra Sisto
da Firenze und Fra Ristoro da Campi. Im Auftrag der Familie Rucellai
entwarf Leon Battista Alberti die schwarz-weiße Marmorfassade
der Kirche (1456-1470). Giorgio Vasari war der Architekt beim
ersten Umbau der Kirche, bei dem der originale Lettner und die
Galerie entfernt wurden. Der zweite Umbau wurde von Enrico Romoli
geplant und zwischen 1858 und 1860 ausgeführt.
Westfassade mit Motiv des Tetrastylos. Flächige Rundbogenarchitektur,
sehr geometrisch konstruiert, hohe Attika. Beiderseits Voluten
als geometrische Schmuckformen. Inkrustation aus verschiedenen
Marmorarten, insgesamt flächige Fassade.
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