Der Bau des Doms oder Santa Maria del Fiore wurde im Jahre 1296
von Arnolfo di Cambio auf den Überresten der alten Basilica
di Santa Reparata begonnen. Das ursprüngliche Projekt wich
erheblich von der heutigen Struktur ab, die erst im Jahre 1436
geweiht wurde. Die Arbeiten an der so genannten Fiore-Kirche,
Symbol der Stadt Florenz, wurden nach dem Tod von Arnolfo von
Giotto fortgeführt, der sich hauptsächlich dem Bau des
Glockenturms widmete.
Nach seinem Tod wurden die Arbeiten am Dom, der nach dem Petersdom,
der St. Paul-Kathedrale in London und dem Mailänder Dom die
viertgrösste Kirche der Welt werden sollte, mit Unterbrechungen
bis zum Jahr 1367 fortgesetzt.
Das Gewölbe des Mittelschiffs wurde im Jahr 1378 fertig
gestellt, während der Bau der Seitenschiffe im Jahre 1380
abgeschlossen war. Die Podien und möglicherweise auch die
Trommel der Kuppel wurden erst nachträglich hinzugefügt.
Die sechseckige Kuppel, die aus zwei miteinander verbundenen flachen
gotischen Kreuzgewölben besteht, entstand im Jahre 1434 nach
den Plänen von Filippo Brunelleschi, die nach zahlreichen
Auseinandersetzungen schliesslich genehmigt wurden.
Die Fresken sind das Werk von Vasari und Zuccai. Erst die spätere
Berufung Giottos brachte neue Impulse. Doch Giotto, schon 68 Jahre
alt, richtete seine ganze Energie auf den Campanile, den separat
stehenden Glockenturm. Wenn schon der Dom nicht in kurzer Zeit
zu vollenden war, so wollte er Florenz wenigstens mit dem Campanile
ein alles überragendes Wahrzeichen schenken.
Seine Fundamente waren bereits 1298 zu Beginn der Bauarbeiten
an der neuen Kathedrale unter Arnolfo di Cambio gelegt worden.
Die für die italienische Gotik ungewöhnliche Position
des Glockenturms -in einer Linie mit der Westfassade- wird zum
einen als Indiz für die besondere Betonung der Vertikalen
als Zentrum der "Bischöflichen Insel" gewertet,
andererseits wollte man wohl die Sichtachse auf die geplante große
Kuppel freihalten
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